Unser Dorf

Darnewitz

           --etwas zur Historie des kleinen Altmarkdorfes

Von 1253 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes unter dem Namen „Dernewitz“. 1379 belehnte Markgraf Otto die Familie derer von Schulenburg mit Gütern im Dorfe. Außerdem hatten die Familien derer von Jagow, die Johanniterkomturei zu Werben, sowie einige Familien aus Stendal im Dorf Besitz und Einkünfte.

Im Jahre 1375 werden noch 20 Hufen verzeichnet , davon 1 Hufe wüst und 1 Pfarrhufe
(1 Hufe = ca. 10 bis 15 ha) . Wenige Jahrzehnte später, gegen 1411 soll der ganze Ort bereits wüst gewesen sein.

Der Ortsname ist wendischen Ursprungs und stammt vom slawischen „Tarndorf“ ab. Man nimmt an, das er sich auf die auch heute hier noch zahlreich vorkommenden Schlehensträucher bezieht, haben diese doch sehr lange Dornen.

Trotz dem der Ort wüst war, ging der Name nicht verloren. Als Feldmarkbezeichnung wurde er weiterverwendet.

Die Schreibweise veränderte sich aber im Laufe der Zeit. So schrieb man ihn1253 „dernewitz“, 1430 „dernewitze“, 1437 „dornewitcze“, 1443 dann „derneuitze“ und 1472 sogar „dermenisse“.

Der Ort wurde 1752 vom damaligen Kreisdirektor von Lattorf als ein Vorwerk des damaligen Rittergutes Kläden wiedererrichtet.

Durch Erbschaft ging das Gut dann an Carl T. von Levetzow über. Dieser Gutsherr hat das Dorfbild, wie es jetzt besteht, geprägt.

Er baute auch die kleine Gutskirche, welche heute etwas abseits des Ortes steht.

Die Familie von Bassewitz-Levetzow erbte die Güter in Kläden und Darnewitz und war für Darnewitz bis 1945 verantwortlich.

Mit der Bodenreform 1946 wurde aus dem Gutsdorf ein Bauerndorf.

Die Einwohnerzahl wuchs mit den Jahren auf über 100 an und hatte sich dann da stabilisiert. 1801 zählte man 34 Einwohner. 1843 waren schon 1o4 Bürger in Darnewitz und noch 1975 waren 85 Bürger hier wohnhaft. Heute hat der Ort noch 60 Einwohner. Damit leidet Darnewitz genau wie andere Gemeinden unter einem Einwohnerschwund.

Nach der Wende ist viel in Darnewitz gebaut worden. Der Ort wurde allseitig erschlossen. (Wasser, Abwasser, Gasversorgung und Telefon). Die Familie von Bassewitz hat Zug um Zug alte Gebäude und Feldfluren zurückgekauft und aufwändig wieder instand gesetzt, was nicht nur dem Dorfbild sehr zu Gute kommt.

Die Strassen im Ort wurden zwischen 1999 und 2002 neu gepflastert sowie mit Bitumen versehen. Strassenbeleuchtung und Dorfplatzgestaltung erfolgten ebenfalls in dieser Zeit und auch ein neues Feuerwehrgerätehäuschen wurde errichtet.

In der „alten Schule“ am Friedhof wurde eine Feierhalle neu gestaltet.

2007 wurde das Areal des jetzigen Findlingsparks von der Verwaltungsgemeinschaft Kläden beräumt und als Streuobstwiese umgewidmet. Der Verein hat anschließend Findlinge und Geschiebe aus der Region zusammengetragen, ausgelegt und beschriftet. Zugleich wurde das ehemalige Backhaus des Gutes aufwändig renoviert und zu einem Ausstellungsraum im Findlingspark umgebaut.

Im Herbst 2008 wurde nach vielen Anläufen die Verbindungsstraße zur Hauptgemeinde Kläden wieder befahrbar gemacht. Damit gehört Darnewitz auch verkehrstechnisch wieder zu Kläden.

Seit 1.Januar 2010 ist Kläden ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark), Darnewitz ist damit ein Ortsteil vom Ortsteil Kläden!.

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