Unsere Kirche

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Auszug aus der Zeitschrift „Monumentum“ Jahrgang 2000 Heft 3/4 S. 21 - mit freundlicher Genehmigung des Verlags:

“Radler, kommst du nach Darnewitz ...
...dort befindet sich eine kleine Gutskirche, die „Carl Theodosius von Levetzow Domcapitular zu Magdeburg und Halberstadt St. Johaniter Ritter u. Rittm. a.d. etc Herr auf Kläden und Darnewitz“ 1832 bauen ließ. An gleicher Stelle hatte bereits eine spätromanische Kirche gestanden, auf deren Fundamenten die rechteckige Feldsteinkirche mit dem quadratischen Fachwerkturm errichtet wurde. Das achteckige Sandsteintaufbecken und die um 1500 gegossene kleinere der beiden Glocken stammen vermutlich aus Kirchenbauten der Altmark.

Die von einem unbekannten Meister geschnitzte Kanzelwand mit einem Kanzelkorb über dem Altartisch gab Gutsherr von Levetzow jedoch erst für die neue Kirche in Auftrag. Von der Ende des 18. Jahrhunderts gearbeiteten Orgel ist seit einem Einbruch im Jahr 1993 nicht mehr viel übrig. Denn das, was die Diebe nicht mitnehmen konnten, zerstörten sie. Von den anderen Ausstattungsstücken, die damals ebenfalls entwendet wurden, konnten bis heute lediglich zwei Hochrelieffiguren sichergestellt werden.

Nachdem die Familie von Bassewitz-Levetzow 1945 enteignet worden war, geriet die Pflege der Gutskirche in Vergessenheit. Daher wurden auch notwendige Reparaturen am Dach nur notdürftig ausgeführt. Vor vier Jahren war das Gebäude daher so durchfeuchtet, dass sich die wenigen Gemeindemitglieder einen anderen Versammlungsort gesucht hatten. Die Kirchenglocken läuteten nur noch bei Beerdigungen. Doch die Gemeindemitglieder wollten ihre romantische Kirche nicht aufgeben. 1996 sicherten sie daher das neogotische Gebäude und befreiten es vom Wildwuchs. Und sie traten an Georg Werner Graf von Bassewitz, den Ururgroßneffen des Erbauers, heran, der auch versprach, sich für die Sanierung der Kirche einzusetzen. Anläßlich von runden Geburtstagen sammelten Graf Bassewitz und seine Frau Marlis bei Freunden und Verwandten 12.000 Mark für die hübsche Dorfkirche. So konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in den letzten beiden Jahren einige Arbeiten im Kirchenschiff und die Instandsetzung der Türen und der bei dem Einbruch zerstörten Fenster mit insgesamt 24.000 Mark unterstützen. Die Gutskirche ist inzwischen wieder gesichert, so dass es Dieben hoffentlich schwerfallen wird, dort ihr Unwesen zu treiben. Je nach ihren finanziellen Möglichkeiten, wird die Kirchengemeinde die Sanierung des Turmes und die Restaurierung der Kirchenausstattung nach und nach betreiben.“

Inzwischen wurden durch viele gemeinsame Anstrengungen wichtige Baumaßnahmen abgeschlossen:
Der Turm wurde saniert: das (ehemals) besondere Fachwerk (innen Holzgerüst - aussen “angedübelte” Ziegel, weil Fachwerk damals als Zeichen der Armut galt!) wurde renoviert. Das Fachwerk musste aus Kostengründen nach aussen verlegt werden. Die Schallluken wurden erneuert.
Die Kirchendecke wurde neu beplankt, nach den Türen wurden auch die Fenster renoviert, das Turmdach wurde neu gedeckt.
Das Kirchenumfeld wurde von Gestrüpp befreit und die niedrige Friedhofsmauer im südlichen Abschnitt neu aus den alten Steinen aufgerichtet.
An der Altarwand wurden die fehlenden Schnitzereien ergänzt.

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